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Bio-Imkerei honigsüß Wiesbaden

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Seit 1997 beschäftigen sich Sabine Christel & Günther Kusterer mit der Imkerei. Ihr Betrieb ist seit 2002 als Bioland Betrieb zertifiziert und im Jahr 2004 sind sie mitsamt den Bienenvölkern von Bad Hersfeld nach Wiesbaden gezogen. Zur Zeit haben sie 100 Wirtschaftsvölker und rund 150 kleinere Bienenvölker.

Unter einem Wirtschaftsvolk versteht man ein Volk, welches zur Honigproduktion eingesetzt wird und nebenbei noch Bienen abgibt, aus denen wieder neue Wirtschaftsvölker entstehen können. Ein Teil der Völker wird auch wieder an andere Bioland-Imker verkauft. Das Hauptgebiet der Bioimkerei Honigsüß sind die östlichen Vororte von Wiesbaden – Sonnenberg, Rambach, Naurod, Medenbach, Hessloch, Breckenheim und Kloppenheim. Die Imkerei ist eine Standimkerei, keine Wanderimkerei. Das heißt, die Bienenvölker stehen immer am gleichen Platz. Der einzige Grund, um die Völker innerhalb von Wiesbaden einmal umzusetzen, ist, wenn es wie zum Beispiel dieses Jahr, an den Standorten zu wenig blüht und die Bienen zu verhungern drohen.

Bioimkerei honigsüß Wiesbaden

Wiesbaden ist ein Schutzraum für Bienen – hier ist warm und windstill und damit herrschen ideale Standortbedingungen für die Imkerei. Das ist auch mit ein Grund, warum es in Wiesbaden eine recht hohe Anzahl an Imkern (zur Zeit zwischen 80 bis 100), die aber im Normalfall nur fünf bis sieben Völker haben, gibt.

Ein Nachteil des milden Klimas hier in der Region ist eine höhere Anzahl an Varroa. Die Varroa destructor ist eine braunrote Milbe aus Asien, die ausschließlich Insekten befällt. Die Milben befallen die Bienen und die Brut, welche sie verstümmeln und dadurch den Befall der Völker durch Viren und Bakterien erst ermöglichen. So kommt es zum Sterben der Bienenvölker.

Durch das milde Klima in Wiesbaden sind die Bienen im Frühjahr drei bis vier Wochen früher unterwegs wie andere Völker – dadurch ist die Gefahr eines höheren Milbenbesatz gegeben, denn deren Anzahl verdoppelt sich innerhalb von vier Wochen innerhalb eines Volkes. Wenn im Herbst dann das Verhältnis zwischen Varroa und Bienenvolk im großen Ungleichgewicht ist, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, daß das Volk nicht über den Winter kommt. Somit ist Wiesbaden als milder Standort ein Vorteil – gleichzeitig auch auch wieder ein Nachteil.

Bioimkerei honigsüß Wiesbaden

Bio aus Hessen – das Siegel gibt es nur, wenn der Honig aus Hessen kommt und die Völker in Hessen stehen. In der eigenen Imkerei wird der Honig geschleudert und dann in die Gläser abgefüllt. Im Normalfall werden die Völker einmal die Woche angefahren und kontrolliert. Bienen fliegen bis maximal 2 Kilometer rund um den Stock herum. Ein besonderes Zeichen dafür sind die Bäume. Schaut man sich z.B. die Apfelbäume rund um einen Bienenstock an, so hängen die Bäume innerhalb von wenigen hundert Metern (man spricht dann vom „engeren Bestäubungsradius“) viel voller mit Äpfeln wie die Bäume weiter weg. Möchte man als Obstbauer die Bäume gleichmäßig bestäuben, so muss man alle 400 Meter ein Volk aufstellen lassen.

Verkauft wird der Bienenhonig von glücklichen Bienen aus Wiesbaden größtenteils über Märkte, Hoffeste und ein paar Geschäften in Wiesbaden – auch hier wieder hauptsächlich in den östlichen Vororten wie Sonnenberg, Breckenheim, Auringen, Nordenstadt. Der Honig wird direkt angeliefert, ohne Zwischenhandel. Die Sommerhonige, das sind die Honige aus diesem Jahr, erkannt man an der flüssigen Form – und die älteren Honige vom letzten Jahr werden langsam härter und kristallisieren aus. Der Blatthonig ist die einzige Honigart, die über Jahre flüssig bleibt, da der nicht von der Blüte kommt sondern von den klebrigen Blättern.

Im Frühjahr werden wir den Artikel um ein paar Fotos der Imkerei, von Bienenwaben und vom Schleudern des Honigs ergänzen.

Bioimkerei honigsüß Wiesbaden
Sabine Christel & Günther Kusterer
Kaiser-Friedrich-Ring 74
65185 Wiesbaden
Tel.: 0611-4503060
E-Mail.: info@bioimkerei-honigsuess.de
http://www.bioimkerei-honigsuess.de/

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